Auftakt zum japanischen ANNUALEX 2021 - Passex mit FGS BAYERN. Foto: US-Navy

Auftakt zum japanischen ANNUALEX 2021 - Passex mit FGS BAYERN. Foto: US-Navy

Deutsche Fregatte BAYERN bei japanischem Seemanöver

Zum Auftakt eines größeren Manövers kommt immer erst einmal das Schaulaufen: Fünfzehn Schiffe der Royal Australian Navy, der Royal Canadian Navy, der Deutschen Marine, der Maritimen Selbstverteidigungskräfte Japans und der United States Navy fuhren am 21. November anlässlich des japanischen ANNUALEX 2021 in Formation – vorneweg die beiden Hubschrauber-/Flugzeugträger, dazwischen unsere Fregatte BAYERN. Das Schraubenwasser deutet auf ein Passex hin, vorbei an Steuerbordseite des US-Trägers USS CARL VINSON.

Deutsche Beteiligung Fregatte BAYERN

Das jährliche Übungsgeschehen findet noch bis Ende November in der Philippinensee südlich der japanischen Inseln statt. Die Deutsche Marine ist dieses Jahr erstmalig der Einladung gefolgt – und will nach Aussagen des Inspekteurs der Marine, Vizeadmiral Kay-Achim Schönbach, ihre Indopazifik-Auslandsreisen mit einer Fregatte und einem Versorger auf zweijähriger Basis zukünftig verstetigen. Das U. S. Naval Institute (USNI) kommentiert diese von den Pazifikanrainern lang erhoffte Ankündigung allerdings mit einem verhaltenen Blick auf die sich gerade bildende neue deutsche Regierung.

Deutsch-australischer Vorlauf im Ostchinesischen Meer

Vor dieser multinationalen Übung befuhren die BAYERN und die australische Fregatte HMAS WARRAMUNGA bereits auf getrennten Wegen die Gebiete des Ostchinesischen Meeres, um dort Aufklärung und Überwachung im Rahmen der seitens der Vereinten Nationen gegen Nordkorea verhängten Sanktionen durchzuführen.

Teilnehmende Einheiten

Der Gastgeber hat nicht nur seinen Hubschrauberträger JS IZUMO zur Übung beigestellt, sondern auch acht weitere Zerstörer und ein U-Boot. Die USA sind vertreten mit dem Träger USS CARL VINSON, dem Kreuzer USS CHAMPLAIN, dem Zerstörer USS STOCKDALE, den Versorgern USNS RAPPAHANNOCK und USNS JOHN ERICSSON sowie einem unbenannten U-Boot der LOS ANGELES-Klasse. Kanada beiteilligt sich mit der Fregatte HMCS WINNIPEG, Australien mit dem Zerstörer HMAS BRISBANE und der Fregatte HMAS WARRAMUNGA.

Maritime Training Activity (MTA) Malaysia 2021

Parallel dazu finden im Großraum Westpazifik andere Manöver statt, wie z.B. die MTA Malaysia 2021. In der Straße von Malakka treffen sich das Littoral Combat Ship USS TULSA, eine P-8A Poseidon und zwei malaysische Einheiten, die Fregatte KD LEKIU (1999, Yarrow Glasgow) und die Korvette KD LEKIR (1984, HDW Kiel), um zeitweilig gemeinsam Verantwortung für regionale Sicherheit auf den ostasiatischen Meerengen und Seeverkehrswegen zu tragen. Mit dabei sind auch sogenannte Subject Matter Experts der Initiative „Critical Maritime Routes Indo-Pacific“ der Europäischen Union (EU-CRIMARIO). Sie sollen sich in das Operationsgebiet einarbeiten und für die zukünftige Zusammenarbeit die treibenden Kräfte (u. a. US 7th Fleet) und die teilnehmenden Nationen in der Region kennen lernen.

Überraschungsgast bei der ASEAN

Zur Freude der Association of South East Asian Nations (ASEAN) hat erstmals auch Russland seine Teilnahme an einem ihrer Übungsvorhaben angekündigt. Der Zerstörer ADMIRAL PANTELEYEV (UDALOY-Klasse) der russischen Pazifikflotte soll sich vom 1. bis 3. Dezember in die Serials innerhalb der indonesischen Territorialgewässer vor Nordsumatra einspleißen. Nach China (2018, 2019) und den USA (2019) ist Russland damit der dritte Partner, der an Manövern dieser Regional-Organisation teilnimmt. Die für 2020 geplanten Vorhaben mussten pandemiebedingt abgesagt werden. Allerdings läuft auch jetzt noch nicht wieder alles rund: bis vor wenigen Tagen waren die dieses Jahr seitens der ASEAN teilnehmenden eigenen Einheiten noch nicht benannt. Also – wer will mitspielen?

 

Einlaufen der deutschen Fregatte BAYERN in Tokyo am 5.11.21 Foto: vcg.cn

Einlaufen der deutschen Fregatte BAYERN in Tokyo am 5.11.21 Foto: vcg.cn

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