Angehörige verabschieden die Homburg

Angehörige verabschieden die Homburg

Doppelter Einsatz für die NATO

Am Montag haben das Minenjagdboot Homburg und, mit einigen Stunden Verzögerung, der Tender Elbe ihren Heimathafen Kiel verlassen, um sich für die kommenden Monate dem Ständigen Minenabwehrverband der NATO, der SNMCMG 1 (Standing NATO Mine Countermeasures Group 1) anzuschließen. Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Sebastian Nacke wird die Elbe als Führungsschiff für den US-geführten Stab des internationalen Marineverbandes eingesetzt. Verbandsführer ist der amerikanische Captain Samuel P. Brasfield – ein Novum in der Geschichte der SNMCMG 1. Dieser Verband operiert in den Gewässern von Nord- und Ostsee und wird in aller Regel im jährlichen Wechsel von den Marinen der Anrainernationen geführt. Den Stab ergänzen Soldaten aus Norwegen, Estland und Bulgarien. Neben der Funktion des Flaggschiffes wird der Tender Elbe auch für die Versorgung der kleineren Minenabwehrboote fungieren. Zur Sicherheit der zahlreichen Minentaucher im Verband stehen an Bord ein Taucherarzt und eine Taucherdruckkammer zur Verfügung. Die Elbe wird voraussichtlich am 18. Dezember wieder in der Heimat zurückerwartet.

Kapitänleutnant Fritz, Kommandant der Homburg

Kapitänleutnant Fritz, Kommandant der Homburg

Das Minenjagdboot Homburg aus dem 3. Minensuchgeschwader wird unter der Führung von Kapitänleutnant Finn Fritz zum Verband stoßen. Teil der Besatzung ist ein aus vier Soldaten bestehendes Minentaucherteam der portugiesischen Marine. Ein Schwerpunkt wird die Beseitigung von Munitionsaltlasten unter anderem im Englischen Kanal in den Gewässern vor den Küsten der Niederlande, Belgiens, Frankreichs und des Vereinigten Königreichs sein. Für Elbe und Homburg sind Port Visits geplant, in Cardiff, Liverpool, Glasgow und London sowie weiteren Besuchen in den Niederlanden, Dänemark und Norwegen. Alle Soldaten wurden vor dem Einsatz geimpft. Die dynamische Entwicklung der Coronapandemie und sich laufend ändernde lokale Regelungen machen jedoch eine Aussage darüber, ob die Soldaten in den angelaufenen Häfen an Land gehen können, derzeit unmöglich.

Fregattenkapitän Inka von Puttkamer, Stv. Kommandeurin des 3. Minensuchgeschwaders

Fregattenkapitän Inka von Puttkamer, Stv. Kommandeurin des 3. Minensuchgeschwaders

Während die Homburg planmäßig am Vormittag die Molenköpfe in Kiel passierte, musste die Besatzung des Tenders Elbe sich erst noch um eine Reparatur kümmern. Ein am Vorabend entdeckter Schaden am Ankergeschirr führte dazu, dass der Anker mit dem Schwesterschiff Rhein getauscht werden musste. Sorgfalt beim Seeklarmachen und Sicherheit gehen vor! Mit lediglich einigen Stunden Verspätung verließ in den frühen Abendstunden auch der Tender Elbe die Wik.

Korvettenkapitän Sebastian Nacke, Kommandant der Elbe, und Captain Sam Brasfield auf der Brücke des Tenders

Korvettenkapitän Sebastian Nacke, Kommandant der Elbe, und Captain Sam Brasfield auf der Brücke des Tenders

Text: hsc; Fotos: Bundeswehr/Marcel Kröncke

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