Foto: Stapellauf der „Émile Bertin“ der Chevallier-Klasse. Naval Group.

Foto: Stapellauf der „Émile Bertin“ der Chevallier-Klasse. Naval Group.

Französische Marine stärkt ihre Logistikflotte

Die französische Staatswerft Chantiers de l’Atlantique hat das dritte Logistic Support Ship (LSS) der Chevallier-Klasse (bis zu 31.000 Tonnen) für die Marine Nationale vom Stapel gelassen. Mit der „Émile Bertin“ erreicht das von der europäischen Rüstungsagentur OCCAR betreute französisch-italienische Programm einen weiteren wichtigen Meilenstein. Nach Ausrüstung, Systemintegration und Erprobung soll das Schiff 2027 von Saint-Nazaire nach Brest verlegt und übergeben werden.

Namensgeber ist der französische Marineingenieur Émile Bertin (1840 bis 1924), der den modernen Kriegsschiffbau maßgeblich prägte und am Aufbau des hydrodynamischen Versuchswesens in Frankreich mitwirkte.

Das Programm umfasst derzeit sechs Schiffe mit begleitender logistischer Einsatzunterstützung: vier Einheiten für die französische Marine und zwei für die italienische Marine. Italien hält eine Option für ein drittes Schiff.

Wappen der „Émile Bertin“. Bild: Marine Nationale
Wappen der „Émile Bertin“. Bild: Marine Nationale

Die „Émile Bertin“ ist das insgesamt fünfte Schiff des Programms und die dritte französische Einheit nach „Jacques Chevallier“ (A725, in Dienst seit 2024) und „Jacques Stosskopf“ (A726, in der Erprobung). Bereits ausgeliefert durch die italienische Bauwerft Fincantieri und bereits in Dienst gestellt sind die beiden italienischen Schiffe der Vulcano-Klasse „Vulcano“ (A5335) und „Atlante“ (A5336).

Mit den Neubauten stärken Frankreich und Italien ihre maritimen Versorgungsfähigkeiten und verbessern die Interoperabilität europäischer Seestreitkräfte.

Hintergrund

OCCAR (Organisation Conjointe de Coopération en matière d'Armement/ Organisation for Joint Armament Co-operation) ist eine internationale Rüstungsagentur mit Hauptsitz in Bonn, die im Wesentlichen europäische Rüstungsprogramme über ihren gesamten Lebenszyklus begleitet. Sie wurde 1996 gegründet und managt Projekte zur Steigerung der Effizienz, z. B. A400M, BOXER, TIGER oder Radhaubitze RCH 155. Gründungsmitglieder waren Frankreich, Italien, Großbritannien und Deutschland. Heute gehören auch Belgien und Spanien dazu. Darüberhinaus partizipieren als Nichtmitglieder viele europäische Staaten, sowie als Organisation die EU und drei internationale Partner mit Australien, Japan und Brasilien.

kdk, NavalNews

 

 

 

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