Der hybride Krieg Russlands gegen die westliche Weil ist allgegenwärtig – meist merken wir es nur leider nicht, weil es uns nicht direkt betrifft, wir es nicht unmittelbar sehen können, oder wir dahinter nur dumme Zufälle vermuten. Drohnen über zivilen Flughäfen, abgefackelte Stromversorgungs- oder zertrennte Signalkabel – das ist ziemlich eindeutig. Aber fehlende GPS-Positionssignale, gestörte Datenübertragung und falsche Alarme – sind das schon aggressive Eingriffe in den sicheren Personen- und Warenverkehr auf der Ebene aggressiver Böswilligkeit? Ist das nur das Austesten unserer Wachsamkeit, das Prüfen der Wirksamkeit von Störmethoden – oder ist das schon das „Vorspiel“ eines ernsthaften Angriffs? Wir müssen handeln, um Resilienz herzustellen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Nichts tun könnte als schüchternes Dulden und machtloses Zurechtfinden missverstanden werden und Russland nur in seinem Vorgehen bestätigen.

marineforum.online hatte bereits mehrfach über gestörten Positionsdaten-Empfang auf Schiffen und Fahrzeugen in der Danziger Bucht vor Polen und vor den Baltischen Staaten berichtet. Auch von Einschiffungen nicht eindeutig deklarierten russischen Fachpersonals auf Schiffen der „Schattenflotte“ im Zusammenhang mit festgestellten Anomalien des elektromagnetischen Spektrums in deren Umgebung (GPS-Jamming) war die Rede. Immer wieder Bruchstücke, denen an anderer (welcher?) Stelle nachgegangen worden sein soll.
Hier nun eine sehenswerte Recherche der ARD, die ein paar Puzzleteile zusammenfügt. Unter dem Titel „Unsichtbarer Angriff – wie Russlands Störsignale Europa bedrohen“ lief diese Dokumentation bereits am 26.05.2026, 22:50 Uhr, als ARD-Story. Auch wenn sie noch einige Zeit in der ARD-Mediathek zu finden sein dürfte, hier der Einfachheit halber der Link zur Sendung:
https://www.ardmediathek.de/sendung/story/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2FyZC1zdG9yeQ
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