Foto: „Maldonado“ – ex-„Norderney“. Deutsche Marine

Foto: „Maldonado“ – ex-„Norderney“. Deutsche Marine

Maldonado – Uruguay hält ehemalige Norderney in Fahrt

Weil nicht absehbar ist, dass sich in Kürze die finanziell recht klamme Situation der uruguayischen Marine ändern wird, oder dass sich eine strukturelle Erneuerung des Marinebestandes durch günstigen Erwerb oder Schenkung vollziehen wird, greift man in Montevideo auf traditionelle Materialerhaltung zurück. „Maldonado“, die ehemalige deutsche „Norderney“ (722, Wangerooge-Klasse) und zweitgrößtes Schiff nördlich des Rio de la Plata, durchläuft gerade wieder eine Werftüberholung der vier MWM 16-Zylinder Antriebsdieselmotoren.

Eine kleine technische Herausforderung, denn die Motoren wurden vor 55 Jahren in Betrieb genommen! Nach Abschluss der Arbeiten wird allerdings auch nur eine Garantie von einem Jahr gegeben – danach soll es auch nicht mehr lange dauern, bis Ablösung durch Boote der britischen River-Klasse in Sicht ist. Der nach Abgabe von Deutschland mit einer 40 Millimeter Bofors-Bordkanone leicht modifizierte Schlepper wird vornehmlich als Hochsee-Patrouillenboot in der 200-Meilen Wirtschaftszone eingesetzt, weil es in Uruguay schlichtweg kein anderes Schiff für diese Aufgabe gibt.

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