Ministerpräsident Daniel Günther wird am 02. März 2022 im Landeshaus das vom Bund mit über 9 Millionen Euro geförderte maritime Digitalisierungsprojekt  Maritime Smart Sensor Data Space X“ (Marispace-X) vorstellen. Foto: cdu-sh.de

Ministerpräsident Daniel Günther wird am 02. März 2022 im Landeshaus das vom Bund mit über 9 Millionen Euro geförderte maritime Digitalisierungsprojekt  Maritime Smart Sensor Data Space X“ (Marispace-X) vorstellen. Foto: cdu-sh.de

Meer aus Daten

Neue digitale Kooperation im Maritimen Raum zwischen Rostock und Kiel gestartet.

Ministerpräsident Daniel Günther wird am 2. März 2022 im Landeshaus das vom Bund mit über 9 Millionen Euro geförderte maritime Digitalisierungsprojekt  Maritime Smart Sensor Data Space X“ (Marispace-X) vorstellen.

Den Klimawandel stoppen, Windkraftausbau beschleunigen und alte Munition aus dem Meer schneller räumen - dafür ist am 24. Februar 2022 ein neues BigData Projekt in Deutschland an den Start gegangen. Für das neue digitale Leuchtturmprojekt Maritime Smart Sensor Data Space X, kurz Marispace-X, gab Bundesminister Dr. Robert Habeck bei der Übergabe der Förderbescheide in Berlin vergangene Woche den Startschuss.
Das 15 Millionen Euro große Projekt unter Leitung des Cloudanbieters IONOS wird von dem Digitalunternehmen north.io aus Kiel koordiniert und durch ein Projekt-Konsortium aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern realisiert. Marispace-X setzte sich dabei aus über 130 Anträgen als eines von 16 Leuchtturmprojekten durch, die einen signifikanten Beitrag zur europäischen digitalen Infrastruktur-Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums leisten sollen. Marispace-X ist dabei das größte Industrie getriebene Digitalisierungsprojekt dieser Art und soll in Zukunft erheblich zur Entwicklung der maritimen Datenökonomie und Wertschöpfung beitragen, sowohl auf lokaler, regionaler, als auch internationaler Ebene. Zukünftig können damit in einer Cloudumgebung Meeresdaten weltweit sicher und effizient gespeichert, geteilt und analysiert werden.

Meer aus Daten

Der Nutzwert des Projekts wird an vier Anwendungsfällen verdeutlicht:

  • „Mit Hilfe von Marispace-X kann künftig die Ausbaugeschwindigkeit von Off-Shore-Windkraft-Anlagen signifikant erhöht werden, indem es beispielsweise die Geschwindigkeit der Datenverarbeitung bei der Flächenerkundung vervielfacht“, so Frithjof Hennemann von der TrueOcean GmbH, der den Anwendungsfall Windkraft in Marispace-X leitet.
  • Die Zusammenführung und Auswertung maritimer Daten unterschiedlicher Herkunft (auf dem Meeresboden oder von einem Schiff aus gemessen) ist aktuell schwierig und kostenintensiv. Die Erforschung und Nutzung des Ozeans wird dadurch ausgebremst. DasFraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) nimmt sich der Herausforderungen innerhalb Marispace-X mit dem Rostocker Unterwasser-Testfeld Digital Ocean Lab an.
  • Darüber untersucht das Projekt, wie künftig Küstenvegetation gezielt angebaut werden kann, um damit aus der Atmosphäre mehr CO2 zu binden. Als Beispiel sind die Seegraswiesen zu nennen. Sie nehmen weltweit schätzungsweise 600.000 Quadratkilometer ein, das entspricht der Größe Frankreichs, und nehmen jedes Jahr bereits über 80 Millionen Tonnen CO2 auf – so viel wie alle Autos in Italien und Frankreich im gleichen Zeitraum ausstoßen.
  • Eine weitere Anwendung von Marispace-X ist das schnellere Auffinden und Räumen von
    Munitionsaltlasten im Meer: über 1,6 Millionen Tonnen aus den Weltkriegen liegen allein in Nord- und Ostsee. Wo genau, das soll Marispace-X aus der sicheren Zusammenführung geschützter Quellen und mit den Daten der Behörden verorten.

 

Medienkontakt: Adrian Neumann / Tel: 0431-363 054-10 / E-Mail: [email protected]

Es treten auf:

Ministerpräsident Daniel Günther

Wissenschaftsministerin Bettina Martin aus Mecklenburg-Vorpommern

Die Maritime Koordinatorin der Bundesregierung Claudia Müller, MdB (zugeschaltet)

Der Initiator von Marispace-X & CEO north.io GmbH Jann Wendt (vor Ort)

Der Vertreter Marispace-X Konsortialführer IONOS SE & CCO Dr. Martin Endress  (vor Ort)

Die Veranstaltung wird auch gestreamt: https://schleswig-holstein.de/live

Datum:                            Mittwoch, 02.03.2022

Uhrzeit:                           10:00-11:00

Ort                                   Landeshaus, Foyer 1. Stock, Düsternbrooker Weg 70 in Kiel

 

 

1 Kommentar

  1. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Initiative. Maritime Sicherheit ist eben wesentlich mehr als die grauen Schiffe dieser Welt.

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