Minenjagdboot M 1069 Homburg kehrt vom 3-monatigen Einsatz in Nord- und Ostsee heim. Foto: Bundeswehr / Friedrich Weishaupt

Minenjagdboot M 1069 Homburg kehrt vom 3-monatigen Einsatz in Nord- und Ostsee heim. Foto: Bundeswehr / Friedrich Weishaupt

Minenjagdboot "Homburg" kommt nach drei Monaten Einsatz nach Hause

Am Dienstag, den 26. Oktober 2021 um 10 Uhr, wird das Minenjagdboot "Homburg" wieder in seinen Heimathafen Kiel einlaufen. Die 43-köpfige Besatzung aus dem 3. Minensuchgeschwader beteiligte sich in den vergangenen drei Monaten am Ständigen NATO-Minenabwehrverband SNMCMG 1 (Standing NATO Mine Counter Measures Group 1).

Gemeinsam mit Schiffen und Booten aus sieben NATO-Nationen trainierte die Besatzung unter Führung der US Navy in Nord- und Ostsee - ein Novum in der Geschichte der SNMCMG 1. Anfang Oktober wurde die Führung der NATO-Group dann an Polen übergeben. Teil der Crew des Minenjagdbootes "Homburg" ist ein aus vier Soldaten bestehendes Minentaucherteam der portugiesischen Marine, welches die Kieler Besatzung bei der Altlastensuche tatkräftig unterstützt hat.

Neben seemännischen und anderen Verbandsübungen standen auch Historic Ordnance Disposal Operations, Einsätze zur Suche und Beseitigung von Munitionsaltlasten, auf dem Programm. Diese wurden in den Küstengewässern vor den Niederlanden, Belgien und Frankreich sowie dem Vereinigten Königreich durchgeführt. "Eine Herausforderung in unserem Bordalltag stellt prinzipiell die Enge und die geringe Privatsphäre an Bord dar. Beherrschendes Thema war auch für uns die anhaltende COVID-19-Pandemie", so Korvettenkapitän Florian Holzhüter (32). Angepasst an örtliche Inzidenzen und Neuerkrankungen der jeweiligen Länder machten es spezifische Landgangsregelungen in Teilen aber wieder möglich, dass die Soldaten ihr Boot unter Auflagen verlassen konnten.

Insgesamt zieht der Kommandant, der auf See erst zum Korvettenkapitän befördert wurde, ein mehr als gutes Fazit: "Die gesamte einsatzgleiche Verpflichtung hat die Besatzung weiter zusammengeschweißt und uns alle besser werden lassen. Jeder einzelne meiner Frauen und Männer hat einen wesentlichen Beitrag zum Auftrag der NATO im Nordatlantikraum beigetragen, auf den sie und er stolz sein kann."

Nach dem Einlaufen der "Homburg" kann sich die Besatzung erstmal auf einen kurzen Urlaub freuen. Nicht so für den Kommandanten: "Für mich gibt es leider nur vier Tage Urlaub, da die Führungsakademie zum Stabsoffizierlehrgang ruft. So ist es halt in unserem Beruf. Da geht es manchmal Schlag auf Schlag." Seine größte Freude gilt aber der gemeinsamen kurzen Zeit mit seiner Frau und seinem Sohn, der erst sechs Tage vor Auslaufen der "Homburg" auf die Welt kam.

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