Nachdem eine Analyse aus dem Jahr 2024 feststellte, dass die australische Marine definitiv zu klein sei für den Kontinent auf der Südhalbkugel, hat Australien entschieden, seine Seestreitkräfte zu verdoppeln.
Das Ganze soll keine Parallelveranstaltung zum langatmigen Bau der AUKUS-Atomunterseeboote werden, sondern zügig ablaufen – eher parallel zum Aufbau der chinesischen Marine, dem großen Kontrahenten östlich des Indischen Ozeans und im Pazifik. Nahezu geräuschlos und ohne Umschweife hat sich Japan mit seiner weiterentwickelten Mogami Mehrzweck-Fregatte als der bevorzugte Partner herausgestellt.
Mitte April hatte die australische Regierung bereits einen Bauvertrag über 6 Milliarden Euro für drei 5 000 Tonnen-Fregatten Mogami-mod mit der japanischen Werft Mitsubishi Heavy Industries (MHI) in Nagasaki unterzeichnet, damit auch die Auslieferung einer ersten Einheit in 2029 gewährleistet ist. Weitere acht Einheiten sollen dann für 12 Milliarden in Henderson an der australischen Westküste fertiggestellt werden. Untermauert wurde die Bauentscheidung durch einen australisch-japanischen Austausch von Besatzungsanteilen auf der Mogami-Fregatte „Kumano“ (133 Meter, 5 500 Tonnen) auf ihrem Transit zum Großmanöver „Kakadu 2026“ in der Coral Sea vor Australiens Nordosten. Das schließt die Ränge am Westrand des Pazifischen Ozeans mit langer Perspektive.
