Die karibische Küstenwache der Niederlande erhält drei neue Schiffe. Das niederländische Verteidigungsministerium hat hierzu mit Damen Shipyards einen Vertrag über den Bau mittelgroßer Einheiten unterzeichnet. Die „Cutter“ sollen ab 2029 in Dienst gestellt werden und die seit über 25 Jahren eingesetzten Vorgänger ablösen. Ihr Aufgabenspektrum umfasst polizeiliche Maßnahmen, Grenzüberwachung, Patrouillendienste sowie Such- und Rettungseinsätze.
Im Mittelpunkt der Einsätze steht die Bekämpfung von Drogenschmuggel und Waffenhandel, irregulärer Migration, illegaler Fischerei sowie Umweltvergehen. Die bislang eingesetzten Einheiten vom Typ Damen Stan Patrol 4100 stammen aus den späten 1990er-Jahren. Ihr zunehmendes Alter führt zu steigenden Wartungsaufwänden und Kosten, was ihre Ablösung erforderlich macht.

Die neuen Schiffe vom Typ Damen Stan Patrol 5009 messen rund 50 Meter und übertreffen damit ihre Vorgänger deutlich. Die größere Länge verbessert Seegangseigenschaften und Einsatzdauer spürbar, insbesondere unter anspruchsvollen Bedingungen. Moderne Sensorik, darunter leistungsfähige Radar- und Infrarotsysteme, ermöglicht eine wirksame Überwachung auch bei Nacht und eingeschränkter Sicht. Zum verbesserten Seeverhalten trägt zudem der sogenannte Axe Bow bei, der Stampfbewegungen reduziert und zugleich den Kraftstoffverbrauch senkt.
Jedes Schiff führt zudem ein schnelles Abfangboot mit. Diese Boote sind speziell für das Aufbringen sogenannter „Go-Fast“-Schmuggelboote ausgelegt und fallen größer aus als bisherige Modelle, wodurch sie auch bei rauer See hohe Geschwindigkeiten halten können.
Mit der Indienststellung der neuen Einheiten wird die Einsatzfähigkeit der Küstenwache nachhaltig gestärkt. Die niederländische Marine leistet damit einen

wesentlichen Beitrag zur Sicherheit und Rechtsdurchsetzung im karibischen Teil des Königreichs.
kdk, SWZ Maritime

