Foto: Flottenadmiral Alexander Moissejew, Verteidigungsministerium Moskau

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Russlands Marine wieder unter fünf Sternen

Die Marine der Russischen Föderation wird nach 20 Jahren wieder von einem 5-Sterne-Admiral geführt. Anfang Dezember entschied der Staatspräsident zugunsten einer Beförderung des seit März 2024 amtierenden Oberbefehlshabers der Marine, Admiral Alexander Moissejew (63), zum Flottenadmiral. Obwohl es seit dem Überfall auf die Ukraine zu einer Beförderungswelle vor allem in den höchsten Dienstgraden gekommen ist, war darunter kein Vertreter der Marine. Dieser Dienstgrad hat Symbolwert: Er steht an höchster Stelle der vierstufigen Dienstgradgruppe der Marine-Flaggoffiziere und es ist der einzige in allen maritimen Teilstreitkräften Russlands (Küstenwache, Grenztruppen, Nationalgarde).

Lediglich der Marschall der Russischen Föderation steht als gemeinsamer Spitzendienstgrad noch darüber. Der Rang des „Admiral Flota“ war auch unmittelbar nach Gründung der Marine der Russischen Föderation 1992 nur drei mal verliehen worden, danach folgte ein lange Zeit der Verschlankung von Personalstrukturen. Moissejew ist innerhalb der strategischen U-Bootkräfte aufgestiegen, war kurzzeitig Kommandeur der Schwarzmeer-Flotte, bis er 2019 wieder zur Nordflotte zurückkehrte und 2024 den Oberbefehl von Admiral Jewmenow nach den Schiffsverlusten vor der Krim übernahm. In seiner Rede zum Amtsantritt versprach er, alles zu verbessern, was Befehlshaber verbessern können. Der neue Dienstgrad verschafft ihm zwar nicht mehr Macht, aber irgendetwas davon wird schon zutreffen.

 

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