Propeller für Hapag Lloyds Flottenmodernisierungsprogramm. Foto: MMG

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Schiffbau-Zulieferer als Jobmotor im Aufwind

Während Automobilindustrie und Maschinenbau in Deutschland schwächeln, zeigt sich im Schiffbau und bei den Zulieferern ein gegenteiliger Trend: Die Nachfrage steigt deutlich.

Die Branche liefert Schiffspropeller, Motoren, Wellendichtungen, feuerfeste und wasserdichte Türen oder auch Navigations- und Brückeneinrichtungen. Deutsche Unternehmen der Schiffbau-Zulieferindustrie erwirtschafteten im vergangenen Jahr mit rund 65.000 Beschäftigten einen Umsatz von 12,5 Milliarden Euro – ein Zuwachs von mehr als fünf Prozent.

Verbandschef Martin Johannsmann stellte bei der Präsentation der Jahresbilanz fest, dass Reedereien gegenwärtig Aufträge in bisher nicht gekanntem Umfang vergeben. Dies betreffe nicht nur die Handelsschifffahrt, sondern auch den Yacht- und Kreuzfahrtschiffbau sowie den Marineschiffbau. Letzterer verzeichne angesichts Großaufträge wie dem U-Boot-Programm für Kanada besonders starkes Wachstum. Die wirtschaftliche Lage der Branche beschrieb Johannsmann als exzellent. Aufgrund der hohen Nachfrage und veränderter Arbeitsmarktbedingungen könnten Unternehmen zusätzliches Personal einstellen. Während in anderen Sektoren, etwa bei Automobilherstellern, Arbeitsplätze abgebaut würden, ergäben sich für den Schiffbau neue Beschäftigungschancen.

Der Verband versteht die maritime Industrie als innovationsgetriebene, exportorientierte und sicherheitspolitisch relevante Schlüsselbranche. Johannsmann betont, dass Fachkräfte, die andere Industrien entlassen, in der Schiffbauzulieferung Aufnahme finden.

kdk, NDR

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