Foto: Wechsel in Wilhelmshaven: David Helmbold, Christoph Müller-Meinhard, Andreas Czerwinski. hsc

Foto: Wechsel in Wilhelmshaven: David Helmbold, Christoph Müller-Meinhard, Andreas Czerwinski. hsc

Marineunterstützungskommando (MUKdo): "Dreifacher Aufbruch in Wilhelmshaven"

Wechsel des Kommandeurs, des Namens der Dienststelle und der Erstbezug des Gebäudes

MUKdo: Übergabe vor passender Kulisse Foto: hsc
MUKdo: Übergabe vor passender Kulisse Foto: hsc

Beim Marineunterstützungskommando (MUKdo) hat am 21. September 2026 ein Führungswechsel stattgefunden. Flottillenadmiral Andreas Czerwinski übernahm das Kommando von Flottillenadmiral David Helmbold. Mit dem Personalwechsel beginnt zugleich die Neuaufstellung der Dienststelle zum Waffensystemkommando Marine.

Die Kommandoübergabe im Marinestützpunkt Wilhelmshaven leitete Konteradmiral Christoph Müller-Meinhard, Kommandeur Unterstützung und Abteilungsleiter Einsatzunterstützung im Marinekommando. Neben der geplanten Umbenennung stehen der Bezug eines neuen Gebäudes im Stützpunkt und die Übernahme zusätzlicher Aufgaben bevor. Die Marine bündelt damit technische Verantwortung und Fähigkeiten in einer neu ausgerichteten Organisation.

Helmbold hatte das MUKdo rund neun Monate geführt. Er bezeichnete die Dienststelle als

MUKdo: Ehrenformation mit Heeresmusikkorps Hannover Foto: hsc
MUKdo: Ehrenformation mit Heeresmusikkorps Hannover Foto: hsc

gestärkt und im Aufbruch. Das künftige Waffensystemkommando solle zum „Technik-Haus“ der Marine werden. In seiner neuen Funktion als Planer im Marinekommando werde er nach eigenen Angaben weiterhin eng mit der Dienststelle zusammenarbeiten. Zugleich bedankte er sich bei der Gemeinde Schortens für die gemeinsame Zeit: seit 14 Jahren war das „neue MUKdo“ in Roffhausen auf dem Gelände der ehemaligen Olympia Werke beheimatet.

Karussell der Admirale

Czerwinski war zuvor Abteilungsleiter See im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. Andreas Czerwinski ist in Wilhelmshaven kein Unbekannter: Unter anderem war er als Schiffstechnischer Offizier auf der Fregatte „Niedersachsen“ sowie als Stabsoffizier für Personal und Logistik bei der Einsatzflottille 2 tätig. Aus seiner vorherigen Verwendung als Abteilungsleiter See kennt er zudem viele seiner künftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sein Nachfolger in Koblenz wird Flottillenadmiral Gärtner, während Helmbold dessen bisherige Funktion im Marinekommando übernimmt. Damit wechseln die drei Admirale jeweils auf einen neuen Dienstposten.

Neue Dienststelle: MdL Nicolas Fink aus der Patenstadt Esslingen, Andreas Czerwinski, Staatssekretär a.D. Markus Grübel Foto: hsc
Neue Dienststelle: MdL Nicolas Fink aus der Patenstadt Esslingen, Andreas Czerwinski, Staatssekretär a.D. Markus Grübel Foto: hsc

Technische und logistische Verantwortung

Neuer Chef, neuer Name, neues Gebäude! Foto: hsc
Neuer Chef, neuer Name, neues Gebäude! Foto: hsc

Das MUKdo verantwortet den sicheren Betrieb und die materielle Einsatzfähigkeit der Systeme der Deutschen Marine. Sein Zuständigkeitsbereich umfasst Schiffe und Boote, Luftfahrzeuge, Landanlagen sowie weitere Ausrüstung. Fachleute des Kommandos unterstützen den laufenden Betrieb, Übungen und Einsätze technisch und logistisch.

Militärische und zivile Ingenieurinnen und Ingenieure stellen unter anderem die Funktionsfähigkeit von Fregatten, der Ausrüstung der Marineflieger und von Ausbildungssystemen sicher. Dazu gehören auch Führungs- und Waffeneinsatzsysteme sowie interne und externe Datenverbindungen. Moderne Kriegsschiffe werden dabei als vernetzte Gesamtsysteme betrachtet.

Neuer alter Standort Wilhelmshaven

Wilhelmshaven war bereits früher Standort eines Marineunterstützungskommandos. Die damalige Dienststelle bestand von 1974 bis September 2001 und wurde anschließend unter neuer Bezeichnung nach Rostock verlegt. Im Zuge der Neuausrichtung von Bundeswehr und Marine sowie der Aufstellung des Marinekommandos in Rostock kehrten technische und unterstützende Aufgabenbereiche 2012 in die Region Wilhelmshaven zurück. Die neu aufgestellte Dienststelle nahm am 1. Oktober 2012 in Roffhausen erneut unter dem Namen Marineunterstützungskommando ihren Betrieb auf, auch wenn sich ihr Auftrag von dem des historischen Vorgängers erheblich unterschied. Mit der geplanten Umbenennung in Waffensystemkommando Marine und dem Umzug in den Marinestützpunkt beginnt nun eine neue Phase. Anlässlich der Kommandoübergabe war vor dem Haupteingang des neuen Gebäudes ein noch provisorisches Schild mit der neuen Dienststellenbezeichnung aufgestellt worden. Die drei Admirale zeigten vor diesem Schild demonstrativ den Aufbruch in die neue Zeit.

Das neue Gebäude des Waffensystemkommando Marine Foto: hsc
Das neue Gebäude des Waffensystemkommando Marine Foto: hsc

Währenddessen feierten die Angehörigen des Kommandos auf dem Innenhof den Erstbezug des neuen Gebäudes bei Bier und Bratwurst. Alle Gäste waren eingeladen, mit den Angehörigen den Anlass zünftig zu begehen. Von der Planung bis zur Fertigstellung des neuen Gebäudes vergingen 10 Jahre – Richtfest war bereits im Juni 2024. Relativ zügig für eine Sonder-Infrastruktur, die mit rund 24 Millionen im Kosten- und Zeitrahmen fertigstellt wurde.

 

 

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