Das Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ beteiligte sich am britisch geführten multinationalen NATO-Manöver „Strike Warrior 2026“ vor der Küste Schottlands.
Im Mittelpunkt standen die U-Boot-Jagd, die Überwasserkriegsführung und die enge Zusammenarbeit zwischen Luft- und Seestreitkräften. Mehr als 2.000 Soldatinnen und Soldaten aus Großbritannien, den USA, Deutschland, den Niederlanden, Kanada und Portugal trainierten gemeinsam die Landes- und Bündnisverteidigung. Das Übungsgebiet erstreckte sich über weite Teile Schottlands, die Western Isles, die Nordsee und angrenzende Seegebiete.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem gemeinsamen Einsatz deutscher und britischer Seefernaufklärer des Typs P-8A Poseidon. In realistischen und anspruchsvollen Szenarien konnten die Besatzungen Erfahrungen austauschen, voneinander lernen und ihre Zusammenarbeit vertiefen. Damit stärkten beide Nationen ihre Fähigkeit, künftig gemeinsame maritime Operationen durchzuführen. Für die deutsche P-8A war das Manöver zugleich ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur vollen Einsatzfähigkeit.
Nachdem das Flugzeug bereits bei anderen Übungen seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt hatte, überzeugte es auch bei „Strike Warrior 2026“ insbesondere in der U-Boot-Abwehr, der weiträumigen Seeraumüberwachung und der vernetzten Operationsführung. Eine wichtige Grundlage für die vertiefte Zusammenarbeit bildet das im Oktober 2024 unterzeichnete Trinity House Agreement. Das Abkommen stärkt die militärische Kooperation zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich. Angesichts der sicherheitspolitischen Entwicklungen im euro-atlantischen Raum gewinnt diese Partnerschaft weiter an Bedeutung. Künftig soll deshalb zeitweise auch eine deutsche P-8A Poseidon auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Lossiemouth stationiert werden.
Text : PIZ Marine Aussenstelle Nordsee
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