USS ZUMWALT wird Rohrwaffe bei HII Ingalls Shipbuilding entnommen. Foto: HII

USS ZUMWALT wird Rohrwaffe bei HII Ingalls Shipbuilding entnommen. Foto: HII

USS Zumwalt – US Navy kämpft erneut mit Schiffsbrand

Erneut ist es an Bord eines Schiffes der US Navy zu einem Brand gekommen. Beim Feuer auf dem Zerstörer USS „Zumwalt“ (DDG 1000) wurden drei Seeleute verletzt. Das bestätigte ein Sprecher der Marine. Der Brand brach am 19. April gegen 21.45 Uhr Ortszeit aus, während das Schiff an der Pier von HII Ingalls Shipbuilding in Pascagoula, Mississippi, lag. Nach Angaben der US Navy reagierte die Besatzung umgehend und konnte die Flammen rasch löschen. Ein Seemann wurde vorsorglich zur weiteren Behandlung in ein örtliches Krankenhaus gebracht.

Die Marine untersucht derzeit sowohl die Brandursache als auch mögliche Sachschäden. Der Vorfall reiht sich ein in mehrere Brände auf US-Kriegsschiffen in den vergangenen Wochen. Mitte April kam es auf dem Flugzeugträger USS „Dwight D. Eisenhower“ ebenfalls während Wartungsarbeiten zu einem Feuer. Bereits im März zwang ein Brand im Wäschereibereich der USS „Gerald R. Ford“ das Schiff zu einem außerplanmäßigen Hafenaufenthalt auf Kreta.
Die USS „Zumwalt“ wird seit August 2023 umfassend modernisiert. Dabei ersetzt die US Navy das bisherige Rohrwaffensystem durch Startanlagen für weitreichende Hyperschallwaffen. Zudem erhält das Schiff weitere technische Anpassungen für den künftigen Einsatz gegen Seeziele. Nach ersten abgeschlossenen Werftphasen absolvierte der Zerstörer seit Januar 2026 wieder Erprobungsfahrten.

Die einst als Zukunftsmodell geplante Zumwalt-Klasse mit einer Verdrängung von etwa 15.600 Tonnen umfasst neben dem Typschiff nur zwei weitere Einheiten: USS „Michael Monsoor“ (DDG 1001) und USS „Lyndon B. Johnson“ (DDG 1002). Der Brand zeigt jedoch, dass selbst modernste Einheiten der US Navy vor klassischen Risiken des Bordbetriebs nicht gefeit sind.

kdk, militarytimes

 

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