Anfang April erfolgte ein erneuter Angriff ukrainischer Drohnen auf den Marinestützpunkt im südrussischen Noworossijsk sowie auf die vorgelagerten Bohrplattformen und das Öllager im Süden des Hafens. Das Ziel der luftgestützten Drohnen war wohl die Fregatte „Admiral Makarow“ der Grigorowitsch-klasse (125 Meter, 4 000 Tonnen), während die seegestützten Drohnen unter die Bohranlage „Siwasch“ gesteuert worden waren.

Das Tanklager an Land war bereits Ziel vorheriger Drohnenangriffe auf die Rohstoffbestände Russlands gewesen. Schon mehrfach hatten ukrainische Drohnenkräfte den 600 Kilometer entfernten Rückzugshafen der russischen Marine an der Schwarzmeerküste ins Visier genommen. Dorthin hatte die russische Marine die Fregatten „Admiral Essen“ und „Admiral Makarow“ mit jeweils acht Vertikalstart-Zellen für Kalibr-Marschflugkörper im Silo vor der Brücke sowie die konventionellen U-Boote der Kilo-Klasse mit Kalibr-Raketen in den Torpedorohren verlegt, als sie sich aus dem Krim-Hafen Sewastopol zurückziehen musste. Wie immer gilt die Unschuldsvermutung: Eine qualifizierende Bestätigung der russischen Seite zu den verursachten Schäden an den schwimmenden Einheiten liegt nicht vor.

