HMS Diamond. Foto: Crown Copyright

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Die unangenehmen Erfahrungen der HMS DIAMOND

HMS DIAMOND ist eigentlich ein integraler Bestandteil der britischen Carrier Strike Group 21 (CSG21), die sich unter Führung des Flugzeugträgers HMS QUEEN ELIZABETH mit HMS DEFENDER, einem zweiten Type 45-Zerstörer, zwei Type 23-Fregatten, zwei Versorgern und anfänglich auch einem ASTUTE Atom-U-Boot auf einer post-Brexit-Demonstrations-Tour halb um den Globus bis nach Japan und zurück befindet. DIAMOND musste bereits im Mittelmeer unangenehme Erfahrungen machen, ist aber mittlerweile wieder auf eigenem Kiel unterwegs und hat Ende August den Suez-Kanal passiert um an die CSG21 im Westpazifik heranzuschließen. Was offiziell als „maintenance, inspection and any necessary repairs" in einem italienischen Marinestützpunkt bezeichnet wurde, war ein Defekt in der Antriebsanlage, für dessen zeitaufwändige Behebung erst Ersatzteile bereitgestellt werden mussten – und das nach einer unlängst beendeten längeren Werftliegezeit unter Covid-Bedingungen. So etwas passiert eben – und nicht nur unserer GORCH FOCK! Pikant dabei ist eine Feststellung des britischen Verteidigungsministers, dass von den sechs Type 45-Zerstörern nun nur noch ein einziger einsatzbereit verfügbar sei – die DEFENDER im Indo-Pazifik an der Seite des Flottenflaggschiffes. Vorher schon war aber der komplett durchgeimpften Besatzung im östlichen Mittelmeer nach einem Hafenaufenthalt ein unerwartet heftiger Impfdurchbruch passiert, dass die Einheit aus dem Verband entlassen und Teile der Besatzung ausgeschifft in italienischer Quarantäne untergebracht werden mussten. Wer hätte das gedacht? Aber auch eine Vektor-Impfung hat lediglich einen Infektions-Schutzfaktor von etwa 0,8, das heißt gut 20% der 200 Köpfe zählenden Besatzung können sich eben bei ungünstigen Bedingungen sehr wohl mit Corona infizieren – allerdings meist nur gering betroffen, oder sogar symptomfrei. Seitdem ist es aus mit dem Landgang – selbst in den interessantesten Häfen!

 

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