FSRU Neptune beim Anlegen, MV 8 im Vordergrund. Foto: Landes-Wasserschutzpolizei MV

FSRU Neptune beim Anlegen in Lubmin. Foto: Landes-Wasserschutzpolizei-Amt MV/Kieckhöfer

Gasversorgung: Erstes Spezialschiff erreicht Rügen

Um die Energieversorgung unabhängig von Russland zu gewährleisten, setzt Deutschland vermehrt auf verflüssigtes Erdgas. Um dieses auch anlanden zu können, sind verschiedene technische Einrichtungen erforderlich. Eine der Zwischenstationen vom großen LNG-Tanker zur Gasleitung an Land ist die Umwandlung vom tiefgekühlten Flüssiggas zum gasförmigen Gebrauchsgas bei Umgebungstemperatur.

Deutsche Küstenwache, Potsdam-Klasse, BP 83 Bad Düben. Foto: Michael Nitz

Deutsche Küstenwache, Potsdam-Klasse, BP 83 Bad Düben. Foto: Michael Nitz

Anlauf

Gasversorgung: Erstes Spezialschiff erreicht Rügen

Vor Mukran auf der Insel Rügen ist nun die „Neptune“, das erste Spezialschiff zur Umwandlung in Deutschland eingetroffen. Aus Wales kommend hat die "Neptune" in den zurückliegenden zwei Wochen durch Nordsee und Skagerrak in die Ostsee verlegt. Auf der letzten Strecke wurde sie von dem Küstenwachschiff "Bamberg" (BP 82, Potsdam-Klasse) begleitet.

Terminal-Technik

Bei der mehr als 280 Meter langen "Neptune" handelt es sich um eine FSRU (Floating Storage and Regasification Unit). Als schwimmendem Terminal im Industriehafen von Lubmin kann auf dieser Plattform das LNG aufgenommen, erwärmt und kontrolliert druckentlastet werden, damit es in gasförmigem Zustand sicher in das Landnetz der bei Lubmin beginnenden Gasfernleitungen eingespeist werden kann.

Anlandung

Aber auch schon auf See ist der ganze Vorgang der Anlandung nicht gerade einfach zu organisieren: Kleinere Zubringer-Tankschiffe sollen im Shuttle-Betrieb das LNG von einem auf Reede in der Ostsee liegenden Speicherschiff abnehmen und dann durch den flachen Greifswalder Bodden in den Lubminer Hafen zur "Neptune" transportieren. Das Speicherschiff wiederum soll von großen LNG-Tankern beliefert werden.

Termine

Nach bisherigen Angaben der Deutschen Regas soll das Terminal in Lubmin zum 1. Dezember betriebsbereit sein. Es steht allerdings noch eine Genehmigung des zuständigen Landesamtes aus, wo noch der Ablauf einer Einspruchsfrist abzuwarten war.

Demnächst

Auch im niedersächsischen Wilhelmshaven und in Brunsbüttel in Schleswig-Holstein sollen noch in diesem Jahr weitere Schwimmterminals an den Start gehen, um den Import des per Schiff gelieferten LNG zu ermöglichen.

Quelle: ntv.de, dpa

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