PCTC „Auto Advance“ ist ein Multi-Fuel-LNG-Batterie-Hybridfahrzeug. Foto: UECC

PCTC „Auto Advance“ ist ein Multi-Fuel-LNG-Batterie-Hybridfahrzeug. Foto: UECC

Oslo - UECC erreicht eigenes Emissionsreduktionsziel

United European Car Carriers (UECC), ein innovatives norwegisches Seeverkehrsunternehmen, investiert seit Jahren in alternative Kraftstoffe und hat im vergangenen Jahr mit seiner Schiffsflotte die Nutzung von Biokraftstoffen mehr als verdoppelt. Das Ziel der Reederei: Eine mindestens 45-prozentige Emissionsreduzierung bis 2030.

Schließlich spare man mit den emissionsarmen Konzepten Hafengebühren und als Auto-Transporteur könne man schlecht E-Autos durch Europa schippern, ohne sich zu fragen, ob der Schiffsantrieb mit kohlenstoffbasierten Kraftstoffen noch zeitgemäß sei, so UECC.

PCTC-Schiffe mit alternativen Kraftstoffen helfen auch den Kunden, ihren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Foto: UECC

PCTC-Schiffe mit alternativen Kraftstoffen helfen auch den Kunden, ihren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Foto: UECC

Für den Umbau und die Erneuerung der Flotte erhielt das Unternehmen bereits im Jahr 2019 den Bremer "Green Shipping Award". Der innovative Einbau von Batterie-Hybrid-Technologie in Kombination mit einer Dual-Fuel-Lösung ermöglichte die Verwendung von ISCC-zertifiziertem, nachhaltigem Biokraftstoff (B100). Dessen Umsatz konnte von 6500 Tonnen im Jahr 2022 auf 14.000 Tonnen im Jahr 2023 gesteigert werden. International Sustainability & Carbon Certification (ISCC) ist ein globales Zertifizierungssystem für die Rückverfolgbarkeit innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette.

Damit hat eines der führenden europäischen Unternehmen für nachhaltigen Kurzstreckenseeverkehr bei der Dekarbonisierung seiner Transportflotte für Pkw und Lkw (PCTC - pure car and truck carriers) erhebliche Fortschritte erzielt. Der Neubau von inzwischen fünf LNG-betriebenen Schiffen sowie die verstärkte Nutzung von Biokraftstoffen zahle sich angesichts neuer Umweltvorschriften auch für die Kunden aus, so der Manager für Energie und Nachhaltigkeit bei UECC, denn der Einsatz von Biokraftstoffen werde die Kosten im Zusammenhang mit dem EU-Emissionshandelssystem (EU ETS) senken.

Das Unternehmen habe mit seinen 14 Schiffen, neun eigene und fünf auf Zeit gecharterte, im Jahr 2023 eine Emissionsreduzierung von insgesamt ca. 60.000 Tonnen erreicht, wovon schätzungsweise 40.000 Tonnen auf den Einsatz von Biokraftstoffen und der Rest auf LNG entfielen. Dies bedeute eine Steigerung um fast 250 % gegenüber 2022, so UECC und man sei auf dem besten Weg, das Ziel einer Emissionsreduzierung von mindestens 45 % bis 2030 ggf. sogar zu übertreffen. Die UECC ist damit keine 10 % vom EU-Ziel entfernt.

Marineforum.Online berichtete bereits mehrmals über innovative Ansätze der Reederei. Siehe u. a. den Bericht: „United European Car Carriers (UECC) treibt CNSL voran“ vom 28. März 2024

Mit einem ehrgeizigen Klimagesetz als Teil des europäischen Green Deals, Europas Fahrplan zur Klimaneutralität, wird das Emissionsreduktionsziel der EU für 2030 von 40 Prozent auf mindestens 55 Prozent („Fit für 55 bis 2030“) angehoben und die Klimaneutralität bis 2050 rechtsverbindlich gemacht.

Der erfolgreiche Einsatz alternativer Kraftstoffe, untermauert durch verschiedene Studien, zeigt der Schifffahrt auf, diesem Weg konsequent zu folgen. Die Kombination von alternativen Kraftstoffen mit weiteren Energieeffizienzmaßnahmen, wie der regelmäßigen Reinigung des Schiffsrumpfes und der noch ausbaufähigen Elektrifizierung mit grünem Landstrom kann die Dekarbonisierung weiter voranbringen.

UECC ist deshalb auf dem richtigen Weg, genauso wie andere Beteiligte mit ihren diversen Beiträgen zum Erreichen des Netto-Null-Ziels in der EU.

Wenn Sie mehr über diesen vielschichtigen Themenkomplex erfahren möchten, suchen Sie in unser mfo-Suchmaske doch einmal nach Stichworten wie „alternative Kraftstoffe“, „Scrubber“, „LNG“, „Mukran“, „E-Fuels“, „HVO“ usw. In zumeist kurzen Artikeln bereiten wir neben Fakten auch Widersprüchliches auf.

 

kdk

Quelle: UECC

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