Elektrische Fahrmotoren für Fregatten der Deutschen Marine, Foto: Damen Naval

Susanne Wiegand, Geschäftsführerein von RENK, und Hein van Ameijden, Managing Director von Damen Naval, besiegeln den Vertrag mit einem Handschlag. Foto: Damen Naval

RENK Getriebe für die F 126

Elektrische Fahrmotoren für Fregatten der Deutschen Marine

Der Generalunternehmer Damen Naval und RENK haben einen Vertrag über die Lieferung von Übersetzungsgetrieben und Elektroantrieben für die Fregatten der Klasse 126 unterzeichnet.

Damit setzt RENK / Augsburg seine Zusammenarbeit mit der Deutschen Marine fort. So wurden unter anderem bereits die Vorgänger-Klassen F125 und F124 mit RENK-Getrieben ausgerüstet. Auch mit Damen Naval verbindet RENK eine lange Partnerschaft, so zum Beispiel beim Bau von Fregatten und Offshore Patrol Vessels für die Marinen der Niederlande, von Mexiko, Marokko und Indonesien.

Ein wichtiger Unterschied der künftigen F126 zu älteren Fregatten wird das neuartige Antriebssystem sein: Es sorgt durch einen kombinierten dieselelektrischen Antrieb (CODLAD, combined diesel electric and diesel) für eine Höchstgeschwindigkeit von über 26 Knoten.

RENK Getriebe für die F 126

RENK Getriebe für die F 126

Der Dieselmotor ist gleichzeitig mit jeder der beiden Antriebswellen verbunden. RENK liefert neben dem Getrieb auch den Advanced Electric Drive (AED), also die elektrischen Fahrmotoren. Einzeln oder gemeinsam können die Aggregate dann auf die Propeller wirken. Dieses Antriebskonzept wird erstmals in der Deutschen Marine angewendet.

Die CODLAD-Konfiguration kombiniert Leistungsdichte, Geräuschminderung durch elastische Lagerung und flexible Kupplung sowie geringes Gewicht bei niedrige Einbauhöhe. Auf den Fregatten 126 wird nun die zweite Evolutionsstufe installiert. Die Geräuschentwicklung sinkt damit unter die Vorgaben der Deutschen Marine. Das soll die Detektion der neuen Fregatten erschweren.

Damen Naval wird die rund 166 Meter langen Fregatten als Hauptauftragnehmer zusammen mit seinen Unterauftragnehmern Blohm + Voss und Thales an die Deutsche Marine liefern. Der Bau der Schiffe wird vollständig in Deutschland stattfinden, auf Werften in Wolgast, Kiel und Hamburg. Das erste Schiff soll 2028 in Hamburg übergeben werden. Für zwei weitere Fregatten besteht eine vertraglich vereinbarte Option.

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