So resümierte Kapitän zur See Broder Nielsen, Kommandeur des Marinefliegerkommandos nach dem Tag der Bundeswehr in Nordholz.
Und in der Tat hatten sich „die Flieger“ enorm ins Zeug gelegt, den Besuchern einen unvergesslichen Tag zu bieten. Um den erwarteten Andrang zu bewältigen, waren Straßen und Zufahrtswege gut vorbereitet worden, es ging trotz strengerer Sicherheitsmaßnahmen und unvermeidbaren Staus reibungslos. Und diese Vorbereitung war auch nötig, denn mit 30.000 Besuchern wurde der Fliegerhorst geradezu gestürmt. Die Animation für Eltern und Kinder, das vielfältige Catering, die musikalische Begleitung und insbesondere die Darstellungen von Flugzeugen, Panzern und einer unfassbar vielfältigen Darstellung von Spezialfahrzeugen der „Blaulichtbehörden“: es war ein mehr als runder Tag. Das Beste aber: die Soldaten und Soldatinnen des Verbandes waren für die Besucher da. Vom Einweiser auf den Anfahrtswegen bis hin zum für jeden ansprechbaren Kommandeur: gastfreundlich, zuvorkommend, gut gelaunt und mit nicht enden wollender Bereitschaft, den Beruf und das Fluggerät zu erklären. In Nordholz wird es auf lange Zeit ein letztes Mal gewesen sein, denn die aufwändigen Infrastrukturmaßnahmen und Bauarbeiten werden es die nächsten Jahre nicht zulassen, derartige Großveranstaltungen zu planen.
Der 06. Juni 2026 wird noch lange in Erinnerung bleiben: selten gab es so viel Interesse an der Bundeswehr und den Dienst als Soldat oder Soldatin. 340.000 besuchten bundesweit die 10 Standorte. Mag Geopolitik oder Wehrpflichtdebatte der Grund sein: es war ein Tag der Gesellschaft, die sich für Frieden, Freiheit und Demokratie mit einer wehrhaften Streitkraft einsetzt.
Aber auch andere Standorte verzeichneten Rekorde. Unter dem Motto "WIR SIND DA"" präsentierte man sich überall mit attraktiven Exponaten, so auch der Marinestandort Eckernförde. Die Präsentation von U-Booten sowie Vorführungen von Kampfschwimmern und Minentauchern waren spektakulär. Auch hier gab es Großgeräte vom Heer zu sehen: Leopard 2, Schützenpanzer Puma und dem Brückenlegepanzer Biber. Die Luftwaffe zeigte das Flugabwehrraketensystem Patriot. In Eckernförde hatte man zudem für viele musikalische Einlagen gesorgt, darunter die Reservisten Big Band Schleswig-Holstein. Der Ansturm mit rund 15.000 Menschen war das Interesse so groß wie noch nie.
Dass der Tag der Bundeswehr nicht so ist wie früher ein „Tag der offenen Tür“, zeigte sich auch darin, dass sich die Führung der Bundeswehr an die Standorte begibt, die sich präsentieren. Die militärische Führung, der Minister und auch der Kanzler selbst wurden über eine Leinwand zugeschaltet. Begleitet waren die Veranstaltungen auch von erhöhten Sicherheitsmaßnahmen, neben obligatorischen Ausweis- und Personenkontrollen erhielten Personen aus Staaten, die in der Staatenliste des Sicherheitsüberprüfungsgesetz aufgeführt sind, keinen Zutritt.
Text/Fotos: hsc






