US-Navy entwickelt „anhängliche“ Unterwasserdrohne
Der US Rüstungskonzern Lockheed Martin kündigte Ende Februar ein neu entwickeltes autonomes Unterwassergerät mit Sensor-/Effektor-Zuladung an, das sich an schwimmende Fahrzeuge wie eine Haftmine andocken, sich transportieren lassen und seine Akkus durch den Wasserstrom oder eine eigene Wasserstoffzelle wieder aufladen kann.
Die als Multi‑Mission Autonomous Undersea Vehicle (MMAUV) bezeichnete Drohne mit Namen „Lamprey“ ist sinnigerweise nach dem Neunauge, einem kieferlosen Fisch benannt, der sich mit seinem Saugmaul an die Beute heftet, sich durch die äußere Haut fräst und das Opfer von innen aussaugt. Das System soll zwei grundlegende Missionsmodi beherrschen: im Assured Access-Modus betreibt es verdeckte Aufklärung, Überwachung und Zielbestimmung – im Sea Denial-Modus löst es elektronische Störungen oder bringt Täuschkörper aus, bzw. führt direkte Angriffe durch. LAMPREY wäre die Mutter aller Unterwasserdrohnen, die zukünftig große, sehr teure und bemannte Überwasserplattformen obsolet erscheinen lassen könnte! Gamechanger?
