Nach dem Brand in der Bordwäscherei auf der USS Gerald R. Ford, dem neuesten Flugzeugträger der US-Navy, machten sich erneut kritische Stimmen stark, die auf einzelne Konstruktionsfehler der Entwickler, teilweise minderwertige Herstellung durch die Werftbetriebe und möglicherweise absichtlich unsachgemäße Bedienung durch die Besatzung des Trägers hinwiesen.
Denn der Brand in der Trocknungsanlage und seine Auswirkungen auf die Besatzung waren nur Folgeerscheinungen tiefer liegender Probleme eines der komplexesten Systeme, die sich Menschen je gebaut haben: Ein 10 Milliarden Euro teurer, 100.000 Tonnen-Flugzeugträger, mit 75 Flugzeugen und 5.000 Menschen als Besatzung an Bord.
Dass ein solches Schiff auf drei Fußballfeldern wie ein vollständig ausgestatteter Flugplatz mitten auf dem Meer täglich hunderte Starts und Landungen von Kampfjets und Transportmaschinen handhabt, ist eine organisatorische Hochleistung an sich. Was allerdings im Hintergrund alles funktionieren muss, damit diese Leistung des Gesamtsystems erbracht werden kann, das ist der ganz normale Alltag dieser Menschen mit ihren Schlafquartieren, ihren Hygienebedürfnissen und ihrer Ernährung.
Wie das alles zusammenhängt, wie ein eigentlich kleines Feuer in einem Wäschetrockner die Unterkünfte für Hunderte ruiniert, und wie die notorischen Sanitärausfälle auf der USS Gerald R. Ford einen Riesen in die Knie zwingen können, das wird Einem bewusst, wenn man diese 20-Minuten Dokumentation der „Daily Navy“ (in Englisch) gesehen hat!
ajs, thedailynavy

