Fregattenkapitän Stephan Lukascyk (li), Flottillenadmiral Christian Walter Meyer, Fregattenkapitän Martin Pauker (re), Foto: Bw/Rosenplänter

Fregattenkapitän Stephan Lukascyk (li), Flottillenadmiral Christian Walter Meyer, Fregattenkapitän Martin Pauker (re), Foto: Bw/Rosenplänter

1. Korvettengeschwader: Neuer Kommandeur in Warnemünde

Wechsel nach nur einem Jahr 

Einmarsch der Truppenfahne, Foto: Bw/ Rosenplänter
Einmarsch der Truppenfahne, Foto: Bw/ Rosenplänter

Eben noch hatte das 1. Korvettengeschwader in Warnemünde sein 20-jähriges Bestehen gefeiert, da vollzog sich das Versetzungskarussell erneut. Fregattenkapitän Stephan Lukaszyk hatte das Kommando von seinem Vorgänger Fregattenkapitän Marc Tippner vor fast einem Jahr übernommen, jetzt übergab er an Fregattenkapitän Martin Pauker. Die Übergabe erfolgte durch den Kommandeur der Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Christian Walter Meyer. Eine Besonderheit war die musikalische Begleitung: Es spielte das Bundespolizeiorchester Berlin – auch ein Signal für die enge Kooperation der beiden Ressorts.

Fregattenkapitän Martin Pauker, Foto: Bw/ Rosenplänter
Fregattenkapitän Martin Pauker, Foto: Bw/ Rosenplänter

Fregattenkapitän Stephan Lukaszyk ist seit dem Jahr 2000 bei der Marine. Er studierte an der Universität der Bundeswehr Hamburg Geschichte und Pädagogik und ist seit 2006 eng mit dem 1. Korvettengeschwader verbunden: Zunächst diente er als Bootseinsatzoffizier, später als Kommandant und schließlich als S3-Offizier des Verbandes. Nach zwei Stationen im Bundesministerium der Verteidigung tat er Dienst im Marinekommando in Rostock, bevor er im Jahr 2025 das Kommando über das 1. Korvettengeschwader übernahm. Nach nur einem Jahr gibt Lukaszyk das Amt wieder ab. Den Grund fasste der Kommandeur der Einsatzflottille mit einem knappen Satz zusammen: „Wenn der Inspekteur ruft, dann geht man.“ Lukaszyk wechselt nämlich als Adjutant des Inspekteurs der Marine in das Marinekommando Rostock. Er gilt als der erste Kommandeur, dessen operative Laufbahn maßgeblich durch das 1. Korvettengeschwader geprägt wurde.

Sein Nachfolger ist Fregattenkapitän Martin Pauker. Er trat 2003 als Offizieranwärter in die Marine ein und studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität der Bundeswehr München. Pauker begann seinen Werdegang noch im 7. Schnellbootgeschwader, zunächst als Wachoffizier und später als Kommandant des Schnellbootes S 80 „Hyäne“. Nach der Auflösung des Schnellbootgeschwaders wurde er 2016 S3-Offizier im 1. Korvettengeschwader. Er absolvierte den Lehrgang Generalstabs-/Admiralstabsdienst an der Führungsakademie, danach diente er im Allied Maritime Command (MARCOM) in Northwood/GB, war Referent im Bundesministerium der Verteidigung und diente im Operativen Führungskommando der Bundeswehr in Potsdam. Gestern übernahm er das Kommando über das 1. Korvettengeschwader.

Das in Rostock-Warnemünde beheimatete 1. Korvettengeschwader wurde 2006 aufgestellt und zählt damit zu den jüngsten Verbänden der Deutschen Marine. In der Zielplanung umfasst der Verband zehn Korvetten. Die fünf Einheiten des zweiten Bauloses befinden sich derzeit in der Endausrüstung und Erprobung.

Fregattenkapitän Stephan Lukascyk wird traditionell durch seine Offiziere abgepullt, Foto: Bw/ Rosenplänter
Fregattenkapitän Stephan Lukascyk wird traditionell durch seine Offiziere abgepullt, Foto: Bw/ Rosenplänter

Das in Rostock-Warnemünde beheimatete 1. Korvettengeschwader wurde 2006 aufgestellt und zählt damit zu den jüngsten Verbänden der Deutschen Marine. Der Verband umfasst in der Zielplanung zehn Korvetten, die fünf Korvetten des zweiten Bauloses befinden sich in der Endausrüstung und Erprobung. Zum Geschwader gehören zehn Besatzungen, das Einsatzausbildungszentrum Korvette, die Systemunterstützungsgruppe und der Geschwaderstab. Insgesamt leisten dort knapp 1.000 Soldatinnen und Soldaten ihren Dienst. Wie sowohl der scheidende als auch der neue Kommandeur in ihren Ansprachen betonten, bilden die Männer und Frauen an Bord und an Land das „wichtigste Pfund“ des Geschwaders. Unter dem Motto „Packen wir es an“ tragen sie täglich mit hohem persönlichem Einsatz zur Sicherheitsvorsorge Deutschlands bei. Im Mittelpunkt steht dabei der Kampf zur See als Kernauftrag.

Text: hsc

Fotos: Herzliches Dankeschön an Stabsbootsmann Stefanie Rosenplänter vom PIZ Marine

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