Die „Liberty-Ships“ kommen wieder – diesmal autonom
Liberty-Ships – da war doch etwas mit Konvois im Zweiten Weltkrieg? Versorgung der alliierten Truppen in Europa über den Atlantik aus den USA heraus. Genau für einen derartigen Zweck hat Mitte Februar das Bostoner Unternehmen Blue Water Autonomy ein in Kooperation mit dem niederländischen Schiffbauunternehmen Damen entwickeltes, autonom fahrendes Logistik-Schiff der Liberty-Klasse vorgestellt.
Die aus dem Stan Patrol Rumpf aufgebaute, knapp 60 Meter lange Plattform soll 150 Tonnen Zuladung über 10.000 Seemeilen autonom bewegen können. Hinter dem charakteristischen Axtbug und dem schnell und in hoher Schlagzahl herstellbaren Rumpf befindet sich ein neues, von Blue Water für autonome und lange Transits optimiertes Innenleben. Nach dem Abnahmeverfahren sollen diese Liberty-Ships in Stückzahl bis zu 20 pro Jahr beim Conrad Shipyard in Louisiana gebaut werden. Es ist der Einstieg der US-Navy in den autonomen Versorgungsbetrieb der Flotte. Je nach logistischem Bedarf und den Erfahrungen im Betrieb dieser Plattform lassen sich nach gleichem Design späterhin entsprechend größere Schiffe bauen.
