Kategorie: Technologie

Die richtige Balance finden

Seit Jahrzehnten gab es weltweit kein hochintensives Seegefecht mehr. Im Angesicht des russischen Angriffs auf die Ukraine stellt sich nun die dringende Frage, wie Seekriegführung neu gedacht werden muss. Man sollte doch meinen, dass der russische Angriff auf die Ukraine das Leben der Planer einfacher gemacht hätte. Schließlich sind doch nun viele Ungewissheiten bezüglich der russischen Absichten, wenn auch schmerzlich, ausgeräumt, und man kann sich nun ordentlich auf eine adäquate Verteidigungsplanung konzentrieren. Doch mit neuen Gewissheiten entstanden unangenehmerweise auch neue Fragen. Hat der Westen Putins Gefährlichkeit unterschätzt, aber gleichzeitig die Leistungsfähigkeit seiner Armee überschätzt? War das russische Vorgehen so...

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Atemlos...

…verfolgen wir die Jahresrückblicke für 2022. Die Geschehnisse in der Welt sind in einer Rasanz eingetreten, wie wir es uns nicht vorstellen konnten – oder wollten. Mit der Hoffnung auf ein nahes Ende der Pandemie, dem Wunsch nach gutem Regieren in Berlin und einer guten Zukunft mit den Regierenden in Washington, Paris oder Rom hofften wir auf Stabilität, auf gewohnte wirtschaftliche Zufriedenheit. Putin werde es schon nicht so ernst meinen mit seinem Aufmarsch, die Kritik der USA an Nord Stream 2 sei übertrieben, den Verteidigungshaushalt könne man, wenn denn überhaupt nötig, moderat weiterentwickeln und wir konzentrieren uns auf die...

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Nicht auf unserer Wache

Nicht erst seit Beginn des Ukrainekriegs erhebt Deutschland einen Führungsanspruch in der Ostsee. Mit Deu Marfor besitzt die Marine ein wichtiges Element, um dieses Ziel zu erreichen. Die Ankündigung der „Zeitenwende“ am 27. Februar 2022 durch Olaf Scholz als Reaktion zum russischen Angriff auf die Ukraine ist aus vielerlei Hinsicht von besonderer sicherheitspolitischer Relevanz. Die Hauptprämisse dabei ist klar: Deutschland muss sich sicherheitspolitisch neu orientieren. Der russische Feldzug ist dabei zwar nicht der Auslöser, wohl aber der Funke, der das Fass zum explodieren bringt. Gerade NATO-Bündnispartner, aber auch europäische Nachbarstaaten fordern schon lange eine an die gegenwärtigen Bedrohungen angepasste...

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Automatische Aufklärungskette

Zukünftig sollen Seeminen in einem vollautomatischen Prozess entdeckt und identifiziert werden. Gemeinsame Versuche der WTD 71 mit Atlas Elektronik zeigen das Potenzial auf. Im September 2021 nahm die Wehrtechnische Dienststelle für Schiffe und Marinewaffen, Maritime Technologie und Forschung (WTD 71) an den REP(MUS)-Trials (Robotic Experimentation and Prototyping Augmented by Maritime Unmanned Systems) vor der portugiesischen Küste teil. Im Rahmen dieser Versuche wurden Untersuchungen in den Bereichen der Unterwasserkommunikation und der Minenabwehr durchgeführt. Die Zukunft des maritimen Seekriegs stützt sich verstärkt auf unbemannte und möglichst autonom agierende Systeme – sowohl Über- als auch Unterwasser. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf...

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Ein Exporterfolg – schnelle Boote von Damen Shipyards

Das von der niederländischen Damen Shipyard-Group entwickelte „Stan Patrol“-Design ist in unterschiedlichen Versionen zu einem Verkaufsschlager geworden. Selbst die Royal setzt inzwischen ein Fahrzeug dieses Typs zu Versuchszwecken ein und auch die italienische Finanzpolizei (Guardia di Finanza) hat kürzlich eine der 60-Meter-Einheiten übernommen. Sie soll das Typschiff einer neuen „Bandiera“-Klasse sein. Mit einem diesel-elektrischen Hybridantrieb werden Schiffe eine Dienstgeschwindigkeit von 18 Knoten erreichen. Die Spitze wird mit 26 Knoten angegeben, die Seeausdauer mit bis zu 15 Tagen und die Reichweite mit 2000 Seemeilen. Zugang marineforum digital+ Sie sind bereits registrierter Nutzer? Jetzt hier einloggen - auch MOV Mitglieder: Benutzername...

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